Folge 02 (100)

"FEAR FACTOR"

Als Nikola zur Arbeit geht und den Aufzug betritt, bietet sich ihr ein seltsames Bild: ein völlig derangierter Schmidt kommt ihr entgegen, der scheinbar die ganze Nacht im Aufzug eingesperrt war und jetzt von Nikola befreit wird. Ihr lapidarer Kommentar: „Das kommt davon, wenn man den Aufzug nicht warten lässt.“ Für Schmidt war diese Nacht jedoch eine verstörende Erfahrung: Er hat eine 'klaustrophobe Psychose' entwickelt und windet sich nun aus allen Situationen, in denen er sich bedrängt fühlt. Das fällt auch Nikola auf. Denn Schmidt verhält sich sehr seltsam und die Abläufe im Krankenhaus verlangsamen sich. Als sie ihn auf seine Raumangst anspricht, leugnet Schmidt alles und bezichtigt vielmehr Nikola, ihre Schwangerschaft hielte den ganzen Laden auf. Das lässt Nikola nicht auf sich sitzen! Und um zu beweisen, dass sie recht hat, lotst sie Schmidt noch einmal in den Aufzug und kappt die Stromzufuhr für ein paar Sekunden. Als sie triumphierend die Tür wieder öffnet, liegt Schmidt kreidebleich auf dem Boden kauernd vor ihr. Schmidt scheint tatsächlich ein ernstes Problem zu haben. Als sie sich am Abend bei ihm entschuldigen will, erzählt Schmidt ihr, was er in der Nacht, als er eingesperrt war, alles durchlitten hat. Er vermittelt es so plastisch, dass Nikola von diesem Gefühl der Enge und des Lebendigbegrabenseins angesteckt wird und die selben Symptome entwickelt wie er. Natürlich leugnet auch sie das tapfer. Als aber eine Notfallübung auf der Orthopädie stattfinden soll, bei der sie Menschenmassen auf engstem Raum versorgen müssen, suchen die beiden schnellstmöglich professionelle Hilfe auf. Dem sichtlich erstaunten Psychiater schildern sie die Kurzfassung ihrer skurrilen neunjährigen Beziehung. Der kann am Ende nur eine Diagnose stellen: Nikola und Schmidt fühlen sich aneinandergekettet und können weder mit noch ohne einander leben. Die beiden schauen sich an und sagen nur eins: „Was für ein Mumpitz!“